Zwerghamster sind Granivoren

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Zwerghamster sind Granivoren

Der Zwerghamster ist ein Sonderfall, lange gingen wir davon aus, dass es sich um einen Allesfresser (Allesfresser) handelt, was sich jedoch als falsch herausstellt. Wir Menschen sind zum Beispiel echte Allesfresser, wir essen alles! Aber ein Zwerghamster frisst tatsächlich 90% Samen und nur ein sehr kleiner Teil seiner Nahrung besteht aus Pflanzen und tierischen Proteinen. Da der Großteil der Nahrung eines Zwerghamsters aus Samen besteht, gehört er zu den „Granivoren“ (Samenfresser).

Forschung an Zwerghamstern in freier Wildbahn

Es gab mehrere Expeditionen, bei denen Forscher die Lebensweise von Zwerghamstern in freier Wildbahn untersucht haben. Auch die Ernährung wurde untersucht. Die Wissenschaftler fingen für eine gewisse Zeit nachts Zwerghamster und untersuchten, was sich in den Backentaschen befand. Daraus lässt sich ein gutes Fazit ziehen, wenn es um die Ernährung der Zwerghamster geht.

So entdeckten die Wissenschaftler zum Beispiel, dass die Fingerwortsamen des Russischen Zwerghamsters neben den Hafergrassamen die Nummer eins waren! Der Liebling des Roborovski Zwerghamsters sind die Samen des Sandsteinkrauts und des Erbsenstrauchs. Immer wieder wurden die Backentaschen zum größten Teil mit Samen von mehr als 51 Pflanzenarten gefüllt. Ein sehr kleiner Teil des Backenbeutelinhalts bestand aus Pflanzenteilen und Insekten.

Zwerghamster sind Granivores

 

Granivores sind weniger verdaulich als Pflanzenfresser

Der Zwerghamster hat als Körnerfresser einen kleinen Blinddarm, was bedeutet, dass er Rohfasern weniger verdauen kann. Dies bedeutet, dass er weniger in der Lage ist, Nährstoffe aus Ballaststoffen zu gewinnen. Das Tier braucht hauptsächlich Samen, um seine Nährstoffe zu bekommen, denn das ist aus Pflanzen (Fasern) sehr schwierig. In diesem Sinne sind Zwerghamster eher mit Samen fressenden Vögeln vergleichbar als mit Kaninchen (Pflanzenfresser). Der Hase ist ein echter Pflanzenfresser und hat die richtige Ausrüstung dafür, nämlich einen sehr großen Blinddarm, um alle Rohfasern optimal zu verdauen und daraus seine Nährstoffe zu extrahieren.

Wusstest du schon?
Der Zwerghamster hat zwei Mägen? Der Vormagen und der Haupt- oder Drüsenmagen. Die Nahrung wird im ersten Magen verdaut und dann im anderen Magen vollständig verdaut.

Doch bei der Ballaststoffverdauung haben die Tiere keine Chance! Der Vormagen des Zwerghamsters enthält Mikroorganismen vom Typ Wiederkäuer, die ihm helfen, Zellulose aus Ballaststoffen zu mästen. Der kleine Blinddarm wird daher mit einem extra Magen entschädigt, der die Vorarbeit leistet. Die Vorverdauung der Ballaststoffe beginnt eigentlich im Vormagen, wonach der Nahrungsbrei seinen Weg in den Keimmagen fortsetzt, wo die normale Verdauung beginnt.

Tierische Proteine

Der Zwerghamster hat einen hohen Stoffwechsel, was bedeutet, dass er viel Energie verbraucht und daher viel Energie aus seiner Nahrung aufnehmen muss. Samen liefern alle Nährstoffe, die das Tier braucht, aber es nimmt auch ein Insekt oder eine Schnecke auf, wenn es auf sie trifft. Wissenschaftler sagen manchmal, es sei ein "opportunistischer Kämpfer". Das heißt, ein Zwerghamster macht sich nicht bewusst auf die Suche nach Insekten, sondern frisst sie nur, wenn er zufällig auf sie stößt.

Insbesondere junge, trächtige und laktierende Tiere haben einen erhöhten Bedarf an tierischen Proteinen. Deshalb enthalten viele gute Futtermischungen auch tierische Proteine.

Unterschied zwischen Granivore und Herbivore

Der Hauptunterschied zwischen diesen beiden Gruppen ist natürlich die Art der Nahrung, die sie zu sich nehmen. Der Getreidefresser frisst hauptsächlich Samen und der Pflanzenfresser frisst hauptsächlich Pflanzen. Der größte Unterschied in der Anatomie ist der Anhang, der den großen Unterschied zwischen diesen beiden Gruppen ausmacht. Der Verdauungstrakt des Pflanzenfressers ist darauf ausgelegt, so viele Nährstoffe wie möglich aus den Pflanzen zu holen, dies wäre dem Granivoren nie möglich. Umgekehrt kann ein Pflanzenfresser mit einer Körner- und Samendiät nicht überleben.

 

granivore nagetiere

 

Koprophagie ist bei Granivoren und Pflanzenfressern üblich

Sie haben beide etwas gemeinsam! Beide Gruppen essen ihren "Nachtkot". Wir nennen dies "Koprophagie" (Essen des eigenen Stuhls). Die Tiere tun dies hauptsächlich, um pflanzliche Nährstoffe aus der verdauten Nahrung aufzunehmen. Pflanzliche Nahrung (Faser) ist so schwer verdaulich, dass der Vorgang noch einmal wiederholt werden muss, um wirklich alle Nährstoffe herauszuholen. Sie müssen sich also nicht wundern, wenn Ihr Zwerghamster oder Ihr Kaninchen Kot frisst!

 

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