Mehlmilben im Nagergehege
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- Durch DRD Knaagdierwinkel
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Siehst du kleine helle „Pünktchen“ am Futter oder im Gehege? Das können Mehlmilben (Vorratsmilben) sein. Lies, wie sie entstehen, was du sofort tun kannst, wie du sie praktisch bekämpfst und wie du Rückfälle mit Lagerung und Hygiene verhinderst.
Mehlmilben im Nagergehege: erkennen, bekämpfen und vorbeugen
Siehst du kleine, hell gefärbte „Pünktchen“ in der Einstreu oder rund ums Futter? Dann kann es sich um Mehlmilben handeln (auch Vorratsmilben genannt). Die gute Nachricht: Mehlmilben leben meist nicht auf dem Tier wie Fellmilben. Sie sitzen vor allem dort, wo Futter, Krümel, Feuchtigkeit und Wärme zusammenkommen. In diesem Blog liest du, wie du sie erkennst, was die häufigste Ursache ist (Spoiler: die Luftfeuchtigkeit), wie du sie praktisch angehst und was du tun kannst, um Rückfälle zu vermeiden.
- ✔ Kontrolle in Sommerphasen
- ✔ Praktisch bei Terrarien
- ✔ Schneller Heimcheck
- ✔ Praktisch bei Ungeziefer
- ✔ Für Gehege & Zubehör
- ✔ Gut für Routinen
- ✔ Für Bekämpfung & Vorbeugung
- ✔ Praktisch bei Rückfällen
- ✔ Übersicht nach Anwendung
1) Was ist eine Mehlmilbe?
Eine Mehlmilbe (Vorratsmilbe) ist eine winzige Milbe, die vor allem von Futterresten lebt und von Materialien, die eiweißreich sind oder auf denen Schimmelbildung entstehen kann. Man sieht sie oft rund um Futternäpfe, Vorratsbehälter, Kräuter/Snacks, getrocknete tierische Eiweiße oder dort, wo Krümel liegen bleiben.
Im Gegensatz zu Fellmilben oder Räudemilben sitzen Mehlmilben meist nicht auf dem Tier. Siehst du deutliches Jucken, kahle Stellen oder Krusten? Dann kann auch etwas anderes dahinterstecken – im Zweifel ist ein Check beim Tierarzt sinnvoll.
2) Warum entstehen Mehlmilben (und warum vor allem im Sommer)?
Mehlmilben haben einen Vorteil, wenn es wärmer wird und die Luftfeuchtigkeit steigt. Gerade im Sommer (oder in Räumen, in denen es „schwül“ ist) kann ein kleiner Anfang schnell „durchstarten“. Oft kommt eine Kombination zusammen:
- Feuchtigkeit: nasse Stellen in der Einstreu (Urin, verschüttetes Wasser), Kondenswasser, zu wenig Belüftung.
- Wärme: höhere Raumtemperatur, Terrarien, die Wärme halten, Gehege in der Sonne.
- Futterquelle: Krümel, Futter, das lange liegen bleibt, Snacks/Kräuter, die feucht werden.
Tipp: Mit einem Thermo-Hygrometer siehst du schnell, ob „Feuchte + Wärme“ das Problem antreiben. Als praktische Orientierung ist es meist hilfreich, wenn Raum und Gehege nicht dauerhaft bei hoher Luftfeuchtigkeit bleiben.
3) Schritt-für-Schritt: so wirst du Mehlmilben los
Schritt 1 – Quelle entfernen
- Entferne sämtliches Futter, Snacks und Kräuterschälchen aus dem Gehege.
- Entsorge Futter, das feucht, klumpig oder „nicht mehr frisch“ ist.
- Prüfe auch deinen Vorrat zu Hause: offene Säcke/Eimer sind oft der Startpunkt.
Schritt 2 – Großreinigung (gründlich, aber praktikabel)
- Entferne die komplette Einstreu.
- Reinige Gehege und alle Teile – auch Kanten, Fugen und Ecken.
- Lass alles vollständig trocknen, bevor du neu einrichtest (Trockenheit ist dein größter Vorteil).
Praktisch gesammelt: Hygienisch sauber.
Schritt 3 – Das Gehege trockener halten
- Tränke prüfen: Eine undichte Trinkflasche oder eine nasse Ecke an der Wasserschale hält das Problem am Laufen. Schau ggf. hier: Trinkflaschen & Wasserschalen.
- Belüftung: Sorge dafür, dass Feuchte abziehen kann. Bei Terrarien hilft es (wo sicher möglich), den Raum besser zu lüften.
- Saugkraft: Wähle (vor allem in warmen Phasen) trockenes, gut saugendes Material. Inspiration: Baumwoll-Einstreu, Papier & Karton oder Hanf.
Schritt 4 – Bei hartnäckigem Befall
Kommt es trotz Reinigung und weniger Feuchte schnell wieder? Dann kann eine gezielte Vorgehensweise helfen – mit Produkten, die für Hygiene/Ungeziefer in und um Gehege gedacht sind. Schau dazu hier: Parasiten & Ungeziefer.
Wichtig: Produkte immer nach Anleitung verwenden. Setze dein Tier vorübergehend in eine sichere Transport- oder Box-Lösung, lasse behandelte Flächen gut trocknen/lüften und richte erst danach wieder ein.
4) Vorbeugen: Lagerung & Routine (das macht den Unterschied)
- Futter luftdicht und trocken lagern: Dose, Eimer oder gut schließender Behälter ist ideal. Lagere Vorräte nicht in feuchten Schuppen.
- Mit kleineren Mengen arbeiten: weniger gleichzeitig öffnen, damit ein Sack schneller aufgebraucht ist.
- Clever füttern: Lieber öfter kleine Portionen geben, statt Futter tagelang liegen zu lassen.
- Feste Spotclean-Termine: Nasse Stellen sofort entfernen und Futterplätze regelmäßig reinigen.
- Achte auf Kondenswasser: Wenn Futter (oder Kräuter) kühler gelagert wird, erst auf Temperatur kommen lassen, bevor du es öffnest – so bleibt es trocken.
Extra-Tipp für Sand-Fans: Eine trockene Sandzone kann helfen, das Gehege „trockener“ wirken zu lassen und unterstützt bei manchen Arten das natürliche Fellverhalten. Schau bei Sand und (wo passend) bei Sandbädern.
Häufige Fragen
1) Sitzen Mehlmilben auf meinem Tier?
Mehlmilben sitzen meist in/um Futter und im Gehege. Siehst du Juckreiz, kahle Stellen oder Krusten? Dann kann etwas anderes dahinterstecken – ein Tierarzt-Check ist sinnvoll.
2) Warum sehe ich sie plötzlich im Sommer?
Wärme und höhere Luftfeuchtigkeit beschleunigen alles. Wenn dann auch Krümel/Futterreste da sind, werden sie schnell sichtbar.
3) Hilft es, Futter einzufrieren?
Kühle Lagerung kann helfen, aber vermeide vor allem Kondenswasser in Verpackungen. Lass kühl gelagertes Futter erst auf Temperatur kommen, bevor du es öffnest, damit es trocken bleibt.
4) Wann ist es „zu viel“ und ich sollte weitere Schritte gehen?
Wenn du trotz Reinigung und weniger Feuchte in kurzer Zeit wieder viele Milben siehst, nimm auch Vorrat und Raum in den Blick und schau bei Parasiten & Ungeziefer.
5) Kann ich Beratung für meine Situation bekommen?
Ja. Sag uns Tierart, Gehege-Typ (Käfig/Terrarium) und Einstreu – dann denken wir gern mit.
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